Viele Autofahrer quälen sich alltäglich auf ihrer Fahrt zwischen Herzogenrath und Aachen. Während des Berufsverkehrs führen regelmäßige Staus zu langen Fahrzeiten. Auch die Linienbusse sind betroffen und können kaum für weitere Entlastung sorgen. Korridore für mögliche Umgehungsstraßen sind insbesondere in diesem Abschnitt nicht mehr vorhanden. Die StädteRegion Aachen sucht daher gemeinsam mit ihren Partnern Stadt Aachen und Stadt Herzogenrath nach geeigneten Lösungen: So könnte ein Radschnellweg eine erhebliche Entlastung bringen

Das Projekt


Grenzüberschreitend, komfortabel, schnell und sicher – mit dem Euregio unterwegs

Der Radschnellweg Euregio zeichnet sich dadurch aus, dass erstmalig von niederländischen und deutschen Kommunen gemeinsam ein Radverkehrsprojekt entwickelt und umgesetzt werden soll. Die Trasse soll mit 19 Kilometern Länge die Stadt Aachen als Oberzentrum mit den Mittelzentren Herzogenrath auf deutscher und Kerkrade auf niederländischer Seite verbinden. Über einen Abzweig von weiteren 11 Kilometern Länge wird die niederländische Stadt Heerlen als Oberzentrum angebunden. Im Einzugsbereich des Radschnellwegs von einem Kilometer leben rund 157.000 Einwohner und befinden sich 94.000 Arbeitsplätze. Einer ersten Abschätzung zu Folge liegt das Potenzial bei sagenhaften 27.000 Radfahrten pro Tag im deutschen Teil.

 

Gegenwärtig quälen sich viele Autofahrer zwischen Herzogenrath und Aachen auf der L 232 durch Straß und Kohlscheid. Während des Berufsverkehrs führen regelmäßige Staus zu langen Fahrzeiten. Auch die Linienbusse sind betroffen und können kaum für weitere Entlastung sorgen. Korridore für mögliche Umgehungsstraßen sind insbesondere in diesem Abschnitt nicht mehr vorhanden. Zukünftig sollen mehr Menschen als heute einen Teil ihrer Fahrten statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zurücklegen können. Der Euregio schafft möglichst kurze und direkte Verbindungen zwischen Wohnstandorten, Arbeitsplätzen sowie Einkaufs- und Freizeitbereiche. Um das ganze Jahr über eine sichere Benutzbarkeit zu gewährleisten wird ein Winterdienst eingesetzt und  die notwendige Beleuchtung eingerichtet. 

Mehr Informationen zum Radschnellweg Städteregion Aachen / Euregio gibt es auf der Webseite www.radschnellweg-euregio.de. Fragen und Informationen zum Projekt gibt es auch direkt beim Projektleiter:

Ralf Oswald, ralf.oswald@staedteregion-aachen.de Tel. 0241 / 51 98-3705.


Aktuell: Planen, bauen, erleben


RS4 Radschnellweg Euregio

Radschnellweg Städteregion Aachen heißt RS4

Das Ministerium für Verkehr hat denen offiziellen Namen festgelegt: Er lautet ab sofort RS4 Radschnellweg Euregio.

RS4 Radschnellweg Euregio

Machbarkeitsstudie für Radschnellweg Euregio in der Städteregion Aachen liegt vor

Die politischen Gremien der Projektpartner Stadt Aachen, Stadt Herzogenrath und StädteRegion Aachen haben jetzt unisono beschlossen, die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Euregio beim Land einzureichen und auf dieser Grundlage die Durchführung des Linienbestimmungsverfahrens zu beantragen.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden die Rahmenbedingungen für unterschiedliche Linienvarianten intensiv geprüft. Bürgerinnen und Bürger hatten im Internet und auf zahlreichen Veranstaltungen Gelegenheit, Ihre Vorschläge, Anregungen und Kommentare zur Linienführung einzubringen. Nach Abwägung aller Belange wurde eine sogenannte „Vorzugsvariante“ ausgewählt. An den Kosten der Machbarkeitsstudie inklusive der Bürgerbeteiligung hat sich das Land NRW mit 80 Prozent beteiligt. Rund 130.000,- Euro bringen die Projektpartner auf.

Uwe Zink, Dezernent für Bauen, Umwelt und Verbraucherschutz bei der StädteRegion, meint dazu: „Mit dem Radschnellweg können wir das Radfahren auf einer sehr wichtigen Verkehrsachse wesentlich attraktiver machen. Wir wollen diese Chance nutzen, um die hohen Umweltbelastungen und die langen Wartezeiten insbesondere für Pendler zu reduzieren. Wir sind uns bewusst, dass wir es nicht jedem Bürger recht machen können. Mit der gewählten Streckenführung hoffen wir jedoch, das Optimum zu erzielen.“

Besondere Prüfaufträge für Laurensberg, Richterich und Kohlscheid

Die politischen Beschlüsse sehen vor, dass im weiteren Planverfahren für einige Bereiche zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden. So soll im Bereich Tittardsfeld in Laurensberg ein besonderes Augenmerk auf die Barrierearmut sowie ein gutes und sicheres Miteinander von Radfahrern, Fußgängern und Autos gelegt werden. In Richterich sollen beispielsweise vertiefende Untersuchungen zur Abdeckung des zukünftigen Parkraumbedarfs auch im Zusammenhang mit dem geplanten Bahnhaltepunkt durchgeführt und für mögliche Konfliktpunkte an Zufahrten Lösungen erarbeitet werden. In Kohlscheid soll zwischen dem neuen Wohngebiet an der Kämpchenstraße und dem nahe gelegenen Spielplatz eine sichere Querung des Radschnellwegs gewährleistet werden. Zwischen Kohlscheid und Herzogenrath soll die Trasse in zwei Bereichen etwas von der Bahntrasse abgerückt bleiben, um die alten Baumbestände am Bahndamm zu schonen. Eine durchgängige Beleuchtung soll auf allen Teilabschnitten für mehr Sicherheit sorgen.

Die nächsten Schritte

Radschnellwege des Landes sind seit Oktober 2016 den Landesstraßen rechtlich gleichgestellt. Daher wird zunächst ein Linienbestimmungsverfahren durchgeführt, dass voraussichtlich bis Ende 2018 dauert. Die bestimmte Linienführung wird für alle öffentlichen Planungsträger und für die weitere Planung verbindlich. Mit dem Land wird die Zuständigkeit für das weitere Planungsverfahren geklärt. Daran schließt sich die Entwurfsplanung an. In der Entwurfsplanung wird die Lage und Ausgestaltung des Radschnellwegs im Detail erarbeitet. Die Projektpartner wollen dies wiederum mit einer intensiven Bürgerbeteiligung begleiten.

Weitere Informationen: www.radschnellweg-euregio.de

RS4 Radschnellweg Euregio

Mobilitätsforum „Bürgerbeteiligung"

Am 27. Oktober fand das 2. Mobilitätsforum „Verkehr in Aachen“ von 19.00- 22.00 h in der Couvenhalle der RWTH Aachen, Karmanstraße 17 – 19 statt.

Die Veranstalter (Initiative Aachen in Kooperation mit der Stadt Aachen) gingne der Frage nach: Wie entwickelt sich der Radverkehr in Aachen? Was ist zu verbessern, wo liegen die Grenzen eines weiteren Ausbaus, wie machen es andere Städte?

Gäste des Forums:

  • Ineke Spapé, Professorin an der Hochschule Breda (Niederlande)
  • Jörg Thiemann-Linden, selbständiger Verkehrsplaner und ehemaliger Mitarbeiter am Deutschen Institut für Urbanistik, ein ausgewiesener Radverkehrsexperte
  • Uwe Müller, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement der Stadt Aachen, er berichtet über die Pläne der Stadt hinsichtlich des Ausbaus des Radverkehrs

Anschließend können die Bürgerinnen und Bürger diskutieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist unter www.initiative-aachen.de möglich. Für Fahrradfahrer wird bewachtes Parken angeboten.


Verlauf


Der Verlauf des Radschnellweges ist im Radroutenplaner des Landes Nordrhein-Westfalen nach aktuellem Planungsstand hinterlegt. Das können alle Phasen sein: vom ersten Verlaufsvorschlag aus der Machbarkeitsstudie bis hin zum fertig gebauten Abschnitt.

dunkelgelb - in Planung
hellgelb - im Bau/Vorbereitung
grün - fertig gestellt.

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