Die Strecke von Neuss über Düsseldorf bis nach Langenfeld und Monheim ist der südliche Teil des Radschnellwegekonzeptes für die Region Düsseldorf. Der knapp 30 Kilometer lange Radschnellweg verbindet die Zentren der Städte miteinander und erschließt dabei eine Vielzahl von wichtigen Alltags- und Freizeitzielen.

Das Projekt


5,4 Kilometer mit dem Rad durch Monheim am Rhein

In Monheim am Rhein soll der Radschnellweg von Norden nach Süden verlaufen. Er beginnt an der Stadtgrenze zu Düsseldorf am Hellerhofweg und führt über die Achse Landecker Weg, Benrather Straße und Baumberger Chaussee zur Leverkusener Stadtgrenze an der Alfred-Nobel-Straße. Die Stadt Leverkusen plant, den Weg hier fortzusetzen. Der erste Abschnitt auf Monheimer Stadtgebiet ist bereits fertig – er gibt einen Vorgeschmack auf den Komfort, der Radfahrende künftig auf 5,4 Kilometern längs durch die Stadt erwartet.
Die Standards für einen Radschnellweg übertreffen die Anforderungen an einen üblichen Radweg deutlich: Breiten von zwei bis drei Metern pro Fahrtrichtung, direkte Linienführung, Trennung zwischen Fuß- und Radverkehr, überwiegende Vorfahrt an Kreuzungen und hohe Belagsqualität machen Radschnellwege leistungsfähig und komfortabel für Radfahrerinnen und Radfahrer. Ziel ist es den Radverkehr als Alternative zum Auto zu stärken.

Die Arbeiten werden sukzessive von Norden nach Süden umgesetzt. Der Ausbau des zweiten Abschnittes des Radschnellweges startet voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021. Bereits fertiggestellt ist seit August 2020 auch schon ein rund 250 Meter langer Monheimer Abschnitt entlang der Karlheinz-Stockhausen-Straße. Er wurde im Rahmen der Bebauungen am Menk-Gelände und der Herstellung der Karlheinz-Stockhausen-Straße realisiert.

In Monheim am Rhein beträgt der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege pro Person und Tag in Mittel 14,1 %. Ziel einer Radverkehrsinfrastruktur in Premiumqualität, wie die Radschnellwege sie darstellen, ist es, diese Radverkehrsanteile weiter zu erhöhen.

 

Ausgangslage und Zielsetzung

Im Großraum Düsseldorf nahm der Radverkehr wie in vielen deutschen Ballungsräumen in den letzten 15 bis 20 Jahren stetig zu und zwar insbesondere im verdichteten Kernraum und im Segment des Berufsverkehrs. Der Radverkehr erlangt zentrale Bedeutung hinsichtlich der Beseitigung verkehrlicher Kapazitätsengpässe und gilt zugleich als Problemlöser in Sachen Klimaschutz.

Komfortabel und schnell wird der Radschnellweg künftig Radlerinnen und Radler nahezu gradlinig durch das gesamte Stadtgebiet führen. Damit verbindet der kommunale Radschnellweg Monheim am Rhein nicht nur mit den Kommunen des Landesradschnellwegprojekts, sondern stellt auch innerstädtisch eine zentrale Radverkehrsachse, die die Stadtteile Monheim und Baumberg miteinander verbindet, dar.

Mit dem direkten Anschluss im Norden an den Landesradschnellweg der Städte Neuss, Düsseldorf und Langenfeld wird der erhebliche Nutzen als überörtliche Verbindung hergestellt. Mit einem Verlauf über Garath und Benrath nach Holthausen und Wersten verläuft der Radschnellweg an der Heinrich-Heine-Universität vorbei. Über Flehe, Volmerswerth und die Südbrücke verlaufend, endet der Landesradschnellweg vorerst in der Neusser Innenstadt.

Mit Berufspendelnden, Schülerinnen und Schülern, Studierenden und anderen Alltagsradlerinnen und -radlern können auf der vorgesehenen Verbindung hohe Potentiale mit einer starken Verlagerungswirkung erwartet werden.

Nach Süden besteht die Möglichkeit, die Radschnellverbindung nach Leverkusen fortzuführen. Zur Fortführung fanden bereits erste Gespräche zwischen den Nachbarkommunen statt, woraufhin erste Entwürfe entwickelt wurden.

Mit einer Radverkehrsinfrastruktur in Premiumqualität, wie die Radschnellwege sie darstellen, soll der Radverkehr als Alternative zum Auto gestärkt werden.

Auch die Entwicklung und stetige Verbreitung von Pedelecs, die deutlich höhere und konstante Geschwindigkeiten erreichen können, spielt hier eine wichtige Rolle. Mit ihnen können längere Strecken im Alltag in der gleichen Zeit zurückgelegt werden, was die Reichweite nochmals verlängert.
Mit Verfolgung dieser Ziele werden derzeit überall im Bundesgebiet Radschnellverbindungen geplant. Im Rahmen des Planungswettbewerbs zum Bau von Radschnellwegen der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise hat die Landeshauptstadt Düsseldorf zwei Konzepte für Radschnellwege entwickelt und sich mit diesen beworben. Zum einen Ratingen – Düsseldorf – Kaiserswerth und zum anderen Neuss – Düsseldorf – Monheim am Rhein – Langenfeld.


Aktuell: Planen, bauen, erleben


Logo Radschnellwege NRW

Radschnellweg Neuss, Düsseldorf, Langenfeld / Monheim

Regionalniederlassung Niederrhein Radschnellweg Neuss-Düsseldorf-Langenfeld

Zurzeit wird von Straßen. NRW die Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt, mit einem Abschluss ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Der Termin zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt voraussichtlich Ende 2020 und wird aufgrund der aktuellen Situation in digitaler Form stattfinden. Die Durchführung eines vereinfachten Linienbestimmungsverfahrens wird ca. in 2021 erfolgen und mit der Bestimmung der Linie durch das Ministerium für Verkehr abgeschlossen. Hierzu sind die Ratsbeschlüsse der Städte erforderlich.

Außerdem wird unter Federführung der Stadt Düsseldorf eine Vereinbarung mit den Städten Neuss, Düsseldorf und Langenfeld aufgestellt. Diese ist Basis für eine europaweite Ausschreibung der Entwurfsunterlagen. Das Baurecht wird über Bebauungspläne der einzelnen Kommunen erlangt und der Bau durch die Städte durchgeführt.


Verlauf


Der Verlauf des Radschnellweges ist im Radroutenplaner des Landes Nordrhein-Westfalen nach aktuellem Planungsstand hinterlegt. Das können alle Phasen sein: vom ersten Verlaufsvorschlag aus der Machbarkeitsstudie bis hin zum fertig gebauten Abschnitt.

dunkelgelb - in Planung
hellgelb - im Bau/Vorbereitung
grün - fertig gestellt.

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