Mit der Strecke Köln – Frechen wird der erste Teil eines größeren Radschnellwegenetzes in der Region Rheinland umgesetzt. Die 8,4 km lange Strecke verbindet die Innenstadt von Köln mit Frechen und erschließt dabei wichtige Alltags- und Freizeitziele. Das größte Ziel im Verlauf des Radschnellweges ist die Kölner Universität, aber auch mehrere Gewerbegebiete sowie der Innere und äußere Grüngürtel und das Rheinenergie-Stadion liegen im Verlauf.

Das Projekt


Schnell von Köln nach Frechen

Der Radschnellweg Köln-Frechen ist einer von fünf Projekten, die sich im Planungswettbewerb des Landes zu Radschnellwegen 2014 durchsetzen konnte. Die 8,4 Kilometer lange Strecke bildet in der Konzeption zur zukünftigen Mobilität im Kölner Westen eine tragende Rolle, sie ist neben der Regionaltangente Köln-Rhein-Erft zur Bewältigung des steigenden Kfz-Verkehrs und den Mobilitätsdrehscheiben zur besseren Vernetzung der Verkehrsträger einer von drei Schwerpunkten.

Konzept Radschnellwege für die Region Rheinland

Dieses Konzept besteht für Köln aus zwei Ringerschließungen und neun radialen Verbindungen. Neben der Erschließung von wichtigen Wohn- und Arbeitsstandorten ist auch die Verknüpfung mit dem ÖPNV ein weiterer wichtiger Aspekt.

Für die Auswahl von geeigneten Strecken wurden die potentiellen Radschnellwegrouten einer Erstbewertung unterzogen. Insgesamt wurden 18 Streckenabschnitte anhand von 12 Bewertungskriterien untersucht. Von diesen Streckenverbindungen wurde in erster Priorität die Verbindung Frechen – Köln ausgewählt, da aufgrund der bestehenden Infrastruktur hier sehr gute Realisierungsmöglichkeiten gesehen werden. Zum anderen werden bei dieser Verbindung wegen der bestehenden Pendlerverkehre, sehr hohe Verlagerungspotentiale vom motorisierten Kraftfahrzeugverkehr auf den Radverkehr erwartet.

Ziele und Erreichbarkeit

Die Strecke verläuft von der Kölner Innenstadt über die Universität zu Köln, den Stadtteil Lindenthal und die Gewerbegebiete Marsdorf (Köln) und Europark (Frechen) bis zum Frechener Bahnhof am Rande der Frechener Innenstadt. Innerorts dominiert die Führung im Zuge bevorrechtigter Fahrradstraßen, während außerorts separate Führungen vorherrschen. Das Einzugsgebiet des Radschnellwegs umfasst den Kölner Westen, rund 46.000 Studierende der Universität zu Köln, gut 8.700 Beschäftigte des Universitätsklinikums, ca. 4.000 Beschäftigte im Gewerbegebiet Marsdorf und mit ca. 22.000 Einwohnern fast die Hälfte aller Frechener Einwohner. Insgesamt wird ein Potenzial von 2.200 bis zu 6.300 Radfahrten pro Tag erwartet.

Folgende Ziele werden berücksichtigt:

Universität zu Köln

Mit über 46.000 Studierenden ist die Kölner Universität eine der Größen in Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen noch 4.500 Beschäftigte und die 8.700 Beschäftigten des Universitätsklinikums, das ebenfalls im Einzugsgebiet des Radschnellweges liegt.

Mittelbereichszentrum Lindenthal (Dürener Straße)

Die Dürener Straße ist eins der attraktivsten Mittelbereichszentren der Stadt Köln, dass auf Grund der zahlreichen Fachgeschäfte tatsächlich einen Einzugsbereich hat, der über den Stadtbezirk hinaus geht.

Der äußere Grüngürtel

Eines der wichtigsten Erholungsgebiete des Kölner Westens ist der äußere Grüngürtel mit weiten Flächen zur „stillen“ Erholung, aber auch einigen Erholungsschwerpunkten. Einer dieser Erholungsschwerpunkte ist das „Haus am See“ mit zahlreichen Freizeitangeboten. Des Weiteren führt die Fußball-Route von hier aus zum Rhein-Energie Stadion und der Sporthochschule Köln.

Gewerbegebiet Marsdorf

Das Gewerbegebiet Marsdorf ist mit 4.000 Beschäftigten ein Schwerpunkt des Verkehrsaufkommens, auch für den künftigen Radschnellweg. Hinzu kommen noch beachtliche Verkaufsflächen des großflächigen Einzelhandels unterschiedlicher Branchen.

Stadt Frechen

Die Stadt Frechen mit 50.000 Einwohnern (davon 22.000 Ew. im Einzugsgebiet des Radschnellweges) verfügt über die Ausstattungsmerkmale eines Mittelzentrums. In unmittelbarer Nähe des Radschnellweges befindet sich auch das Gewerbegebiet Frechen Europark, mit einer ähnlichen Größenordnung wie Marsdorf.


Aktuell: Planen, bauen, erleben


Radschnellweg Köln-Frechen

Entscheidungen zur Fortführung des Radschnellwegs stehen kurz bevor

Die notwendigen politischen Beschlüsse zur Fortführung des Projektes werden im Sommer und Herbst 2019 eingeholt. Der Rat der Stadt Frechen wird Anfang Juli noch vor der Sommerpause über die Ergebnisse der Vorplanung beraten. In der Stadt Köln startet man damit im September nach der Sommerpause.

Radschnellweg Köln-Frechen

Die Vorplanung für den Radschnellweg Köln-Frechen ist annähernd abgeschlossen.

Die letzten Detailpunkte werden derzeit zwischen allen Projektbeteiligten abgestimmt. Danach wird die Planung den politischen Gremien zur Entscheidung und Beschlussfassung vorgelegt. Dies ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen.

Zu Beginn waren die Stadt Köln, die Stadt Frechen und der Rhein-Erft-Kreis Projektpartner. Die Federführung wurde vom Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung der Stadt Köln über-nommen. Mit der Änderung des Straßen- und Wegegesetzes NRW im Oktober 2016 wurde der Landesbetrieb Straßenbau.NRW weiterer Projektpartner. Er ist zuständig für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von Radschnellverbindungen des Landes.

Derzeit wird die weitere Durchführung des Projektes zwischen den beiden Straßenbaulastträgern Landesbetrieb Straßenbau.NRW und der Stadt Köln abgestimmt, die über eine Verwaltungsvereinbarung geregelt werden wird. Des Weiteren stimmen die zuständigen Behörden die notwendigen förmlichen Genehmigungsverfahren ab. Da es sich bei  Radschnellwegen um ein neues Infrastrukturelement handelt, befinden sich die notwendigen Organisationen und weitergehenden Konkretisierungen der rechtlichen  Rahmenbedingungen auf Landesseite im Aufbau. Der genaue Ausbauzeitpunkt kann erst nach Klärung und Abschluss aller offenen Fragen verbindlich festgelegt werden.

Radschnellweg Köln-Frechen

Köln-Frechen: Geplanter Radschnellweg nimmt langsam Form an

In zwei Bürgerinformationsveranstaltungen wurden die Planungen vorgestellt: Mit einem guten Monat Abstand konnten sich die Bürger von Frechen, am 14.11.2017 und in Köln am 19.10.2017 über die aktuellen Planungsfortschritte für den Radschnellweg informieren.

Der Kölner Stadt-Anzeiger hat hierzu über die Kölner Informationsveranstaltung berichtet. Uwe Kloppe vom beauftragten Düsseldorfer Planungsbüro Lindschulte und Kloppe stellte bei der Informationsveranstaltung erste Ergebnisse vor. Den größten Diskussionsbedarf hatte man im Hinblick auf den ersten Abschnitt der Strecke, zwischen Universitätsstraße und Militärringstraße. Die Bachemer Straße soll dort in eine Fahrradstraße umgewandelt werden, also eine Straße, auf der Radfahrer Vorfahrt genießen und der motorisierte Verkehr sich diesem unterordnen muss. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit soll dann auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden. Hier wurden verschiedene Varianten vorgestellt wie diese Kreuzung verträglich angepasst werden kann. Unter anderem wurden Kreisverkehrslösungen und Überlegungen auf beiden Seiten der Fahrbahn jeweils drei Meter breite Radfahrstreifen anzulegen, diskutiert. Dabei gab es für die Ansätze sowohl Befürworter wie Gegenstimmen.


Die Planungen außerhalb der oben beschriebenen Streckenabschnitte sollen sich hingegen unkomplizierter gestalten. Im zweiten Abschnitt, der von der Militärringstraße durch den Äußeren Grüngürtel zur Autobahn A4 führt sowie im dritten Abschnitt, der über die Toyota-Allee in Marsdorf bis zur Autobahn A1 führt, wird es nach Einschätzung der Verwaltung nur wenige Probleme geben. Vor allem sei im dritten Abschnitt nicht mit Problemen durch wegfallende Parkplätze zu rechnen, so Andrea Gawlich, da die dort ansässigen Firmen eigene Stellplätze für ihre Mitarbeiter hätten.

Anregungen der Verbände

Die Radverkehrsverbände ADFC Köln, ADFC Rhein-Erft und Radkomm haben konkrete Verbesserungsvorschläge geäußert. Im ersten Abschnitt der Bachemer Straße von Universitätsstraße bis Militärring möchten sie, dass beide Alternativen umgesetzt werden. Danach soll der Radverkehr stadtauswärts über eine Fahrradstraße, die am Hildegardis Krankenhaus vorbeiführt, geleitet werden. Stadtauswärts sollen die Radfahrenden auf einem vier Meter breiten Radfahrstreifen auf der Bachemer Straße fahren. Sie sollen somit an zwei Knotenpunkten die Universitätsstraße überqueren, die aber von den Lichtsignalen her gleichgeschaltet sind und vom Autoverkehr als eine Kreuzung wahrgenommen werden. Die Kreuzung Bachemer Straße/Lindenthalgürtel möchten sie aufgrund der Enge für den Autoverkehr sperren. Das Stück zwischen Landgrafenstraße und Falkenburgstraße soll nur für den Anliegerverkehr frei sein. Am Militärring soll der Radverkehr durch eine breite und lichte Unterführung geleitet werden.

Link zum Kölner Stadtanzeiger: www.ksta.de/koeln/lindenthal/-koeln-frechen-geplanter-radschnellweg-nimmt-langsam-form-an-28729882


Verlauf


Der Verlauf des Radschnellweges ist im Radroutenplaner des Landes Nordrhein-Westfalen nach aktuellem Planungsstand hinterlegt. Das können alle Phasen sein: vom ersten Verlaufsvorschlag aus der Machbarkeitsstudie bis hin zum fertig gebauten Abschnitt.

dunkelgelb - in Planung
hellgelb - im Bau/Vorbereitung
grün - fertig gestellt.

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Downloads


Beitrag zum Planungswettbewerb

Bericht zum Planungswettbewerb 3 MB

Bericht zum Planungswettbewerb

Steckbrief des Projektes zum Planungswettbewerbs 73 KB

Steckbrief des Projektes zum Planungswettbewerbs

Urkunde zum Planungswettbewerb 435 KB

Urkunde zum Planungswettbewerb

Vorstellung des Projektes im Planungsausschuss 8 MB

Vorstellung des Projektes im Planungsausschuss