Aktuelles


RS1 Radschnellweg Ruhr

Regionalniederlassung Ruhr Radschnellweg 1 (Duisburg-Hamm)

Der RS1 von Duisburg bis Hamm wird federführend durch die Regionalniederlassung Ruhr in Bochum betreut. Um die Planung und bauliche Umsetzung der rund 100 Kilometer langen Strecke schnellstmöglich voranzutreiben, wurden planerische Aufgaben an einige Städte und den Regionalverband Ruhr übertragen, die bereits an der Entwicklung der Machbarkeitsstudie mitgewirkt haben.

So planen die Städte Duisburg, Bochum, Dortmund und Hamm den RS1 auf ihrem jeweiligen Stadtgebiet. Der Regionalverband Ruhr erstellt die Planung für die bereits befahrbare Strecke „Radweg Rheinische Bahn“, die 2015 als Modellstrecke für den Verkehr freigegeben wurde und nun auf den baulichen Standard für Radschnellwege in NRW gebracht werden muss. Die Abschnitte in Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Unna, Kamen und Bergkamen werden durch Ingenieure der Regionalniederlassung Ruhr eigenständig geplant.

Durch dieses Konzept der Planungsaufteilung ist es möglich, die Planung auf der gesamten Strecke parallel zu betreiben und den hohen aber erforderlichen Personalaufwand auf mehrere Schultern zu verteilen. Der finanzielle Aufwand der Städte für z.B. Ingenieurleistungen wird dabei durch das Land NRW getragen.

Gebaut wird der RS1 derzeit im Abschnitt Gelsenkirchen. In Bochum wird ebenfalls ein Teil einer Ortsdurchfahrt gebaut, für den die Stadt Bochum Baulastträger ist. Planerisch weit fortgeschritten ist auf Bochumer Stadtgebiet außerdem der Abschnitt zwischen der A40 und der Parkstraße, der an den Gelsenkirchener Abschnitt anschließt und der sicherlich auch in nicht allzu ferner Zukunft in den Bau geht.

An anderen Abschnitten (etwa RS 1 im Essener Abschnitt) beschäftigen die Planer rechtliche Fragestellungen. Zum Beispiel muss für den Bau des RS1 ein Gleisanschluss zum ansässigen Werksgelände von Evonik geändert werden, für das zunächst eine Fachplanung erstellt, die dann letztendlich durch das Eisenbahnbundesamt genehmigt werden muss. Oder es kommen städtebauliche Planungen dazu, wie z.B. die Entwicklung des sogenannten „Eltingviertels“ zwischen Gladbecker Straße und Altenessener Straße in Essen, die mit der Planung des RS1 in Einklang zu bringen sind.

Weitere Abschnitte, wie z.B. im Kreis Unna erfordern aufgrund des Eingriffs in Natur und Landschaft die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsstudie, in der der Planungsraum in allen Vegetationsperioden betrachtet werden muss und die eine Grundlage zur Auswahl der Linienführung gibt. Solche großen und zeitaufwändigen Gutachten sind glücklicherweise nicht überall erforderlich. Dort, wo es das Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz jedoch vorschreibt, ist immer auch anschließend ein Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts erforderlich.