Aktuell


RS1 Radschnellweg Ruhr

RS1 wird bis Moers verlängert

Radfahrer am Niederrhein können sich freuen: Die geplante Strecke des RS1 (Radschnellweg Ruhr) wird über die neue Rheinbrücke Neuenkamp von Duisburg nach Moers verlängert. Das wird durch die Änderung des Bundesfernstraßengesetzes möglich, die den Bau von Radwegen über Autobahnbrücken zu Lasten des Bundes ermöglicht.

Der Bund hatte die Änderung des Bundesfernstraßengesetzes im Juli 2020 umgesetzt und jetzt die Freigabe für die Finanzierung zur Verbreiterung des Radweges auf der nördlichen Seite der Rheinbrücke erteilt. Die Städte Duisburg und Moers hatten zuvor in einer Machbarkeitsstudie den Bedarf einer Verlängerung des Radschnellwegs Ruhr um 15 km nachgewiesen. Die Fertigstellung des gesamten Bauwerks ist für Ende 2026 vorgesehen.

RS1 Radschnellweg Ruhr

Baustart für den RS1 in Dortmund im Frühjahr - Land fördert den Bau

Düsseldorf/Dortmund (idr). Der Bau des Radschnellwegs Ruhr (RS1) in Dortmund steht in den Startlöchern: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst überbrachte jetzt den Förderbescheid des Landes in Höhe von 766.000 Euro für den ersten Bauabschnitt des regionalen Radwegs. Dieser erste Teilabschnitt wird 1060 Meter lang.

Insgesamt 23 Kilometer soll der RS1 durch Dortmund führen. Die Arbeiten für Teil eins starten im April 2021. Für die Bauarbeiten sind drei bis fünf Monate eingeplant.
In Nordrhein-Westfalen sind insgesamt acht Radschnellwege in Planung. Der RS1 ist der erste, der realisiert wird. Im Endausbau wird er auf gut 100 Kilometern zehn Städte zwischen Duisburg und Hamm miteinander verbinden. Bauträger ist Straßen.NRW; das erste Teilstück des Radschnellweges Ruhr zwischen Essen und Mülheim hat der Regionalverband Ruhr (RVR) bereits Ende 2015 fertiggestellt.
Infos: www.rs1.rvr.ruhr und www.land.nrw.

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Radschnellweg Neuss, Düsseldorf, Langenfeld / Monheim

Regionalniederlassung Niederrhein Radschnellweg Neuss-Düsseldorf-Langenfeld

Zurzeit wird von Straßen. NRW die Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt, mit einem Abschluss ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Der Termin zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt voraussichtlich Ende 2020 und wird aufgrund der aktuellen Situation in digitaler Form stattfinden. Die Durchführung eines vereinfachten Linienbestimmungsverfahrens wird ca. in 2021 erfolgen und mit der Bestimmung der Linie durch das Ministerium für Verkehr abgeschlossen. Hierzu sind die Ratsbeschlüsse der Städte erforderlich.

Außerdem wird unter Federführung der Stadt Düsseldorf eine Vereinbarung mit den Städten Neuss, Düsseldorf und Langenfeld aufgestellt. Diese ist Basis für eine europaweite Ausschreibung der Entwurfsunterlagen. Das Baurecht wird über Bebauungspläne der einzelnen Kommunen erlangt und der Bau durch die Städte durchgeführt.

RS4 Radschnellweg Euregio

Regionalniederlassung Ville-Eifel RS 4/Radschnellweg Euregio (Aachen – Herzogenrath, plus Verbindung an eine geplante snelfietsroute im niederländischen Kerkrade)

Grenzüberschreitend wird derzeit durch die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ville-Eifel geplant. Der RS 4 - der Radschnellweg Euregio von Aachen nach Herzogenrath - soll mit einer zusätzlichen Verbindungsstrecke an die auf niederländischer Seite geplante Snelfietsroute Richtung Kerkrade angebunden werden. Der RS 4 wird eine Länge von ca. 14,3 Kilometern haben, davon liegen 2,7 Kilometer in der Zuständigkeit der Stadt Aachen und 11,6 Kilometer in der Zuständigkeit von Straßen.NRW. Eine Projektgruppe aus der StädteRegion Aachen sowie den Städten Aachen und Herzogenrath führt die Planung auf Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung in den Abschnitten der Zuständigkeit des Landes NRW durch. Straßen.NRW begleitet die Planung eng.

Derzeit werden die Unterlagen für die Linienfindung / Vorplanung vorbereitet. Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) muss eine Artenschutzprüfung durchgeführt werden und die bei Naturschutzthemen betroffenen Träger öffentlicher Belange (Höhere und Untere Naturschutzbehörde, anerkannte Umweltverbände, Biostation) werden noch in diesem Jahr dazu angehört. Bis Mitte 2021 ist die Durchführung des Linienfindungsverfahrens einschließlich der öffentlichen Vorstellung der Vorplanungsunterlagen und der UVS vorgesehen. In diesem Verfahren wird eine erneute Beteiligungsmöglichkeit eröffnet.

RS3 Radschnellweg OWL

Regionalniederlassung Ost-Westfalen Radschnellweg Ostwestfalen-Lippe RS 3 (Herford-Löhne-Bad Oeynhausen-Porta Westfalica-Minden)

In der RNL OWL ist derzeit der Radschnellweg RS 3 (Herford-Minden über Löhne/Bad Oeynhausen) in Vorplanung – mit noch nicht genau festgelegter Trasse. Bisher gibt es eine Studie mit mehreren Trassenvarianten. Die Planung obliegt den Kommunen, insbesondere die Städte Löhne und Bad Oeynhausen sind hier engagiert tätig.

RS2 Radschnellweg Westmünsterland

Regionalniederlassung Münsterland Radschnellweg Westmünsterland RS 2 (Isselburg-Velen)

Der insgesamt 45 km lange Abschnitt soll in wesentlichen Teilen auf der ehemaligen Bahnstrecke Isselburg - Coesfeld liegen. Teilbereiche der ehemaligen Trasse sind in der Örtlichkeit vorhanden. Daher wurde auch die Planung in Abschnitte gegliedert. Zwischen dem Kreis Borken und der RNL Münsterland wurde eine Vereinbarung geschlossen, dass der Kreis einen baureifen Entwurf für die Teilstrecke Bocholt - Rhede erstellt und dem Landesbetrieb zur Baudurchführung übergibt.

Die Planung hierzu ist weit fortgeschritten, derzeit ist jedoch noch fraglich ob das Baurecht über den sogenannten „Fall unwesentlicher Bedeutung“ (also ohne Planfeststellungsverfahren) erreicht werden kann. Es gibt einige Grunderwerbsfälle, die zur Erreichung des Baurechts auf freihändiger Basis zu lösen sind, darüber hinaus verläuft ein Teilabschnitt der Strecke in unmittelbarer Nähe von Grundstücken, die derzeit die Trasse als Garten nutzen.

Parallel zur Planung des RS 2 wurde auch eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Bahnstrecke erstellt. Die endgültige abgestimmte Bewertung steht noch aus.

RS1 Radschnellweg Ruhr

Regionalniederlassung Ruhr Radschnellweg 1 (Duisburg-Hamm)

Der RS1 von Duisburg bis Hamm wird federführend durch die Regionalniederlassung Ruhr in Bochum betreut. Um die Planung und bauliche Umsetzung der rund 100 Kilometer langen Strecke schnellstmöglich voranzutreiben, wurden planerische Aufgaben an einige Städte und den Regionalverband Ruhr übertragen, die bereits an der Entwicklung der Machbarkeitsstudie mitgewirkt haben.

So planen die Städte Duisburg, Bochum, Dortmund und Hamm den RS1 auf ihrem jeweiligen Stadtgebiet. Der Regionalverband Ruhr erstellt die Planung für die bereits befahrbare Strecke „Radweg Rheinische Bahn“, die 2015 als Modellstrecke für den Verkehr freigegeben wurde und nun auf den baulichen Standard für Radschnellwege in NRW gebracht werden muss. Die Abschnitte in Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Unna, Kamen und Bergkamen werden durch Ingenieure der Regionalniederlassung Ruhr eigenständig geplant.

Durch dieses Konzept der Planungsaufteilung ist es möglich, die Planung auf der gesamten Strecke parallel zu betreiben und den hohen aber erforderlichen Personalaufwand auf mehrere Schultern zu verteilen. Der finanzielle Aufwand der Städte für z.B. Ingenieurleistungen wird dabei durch das Land NRW getragen.

Gebaut wird der RS1 derzeit im Abschnitt Gelsenkirchen. In Bochum wird ebenfalls ein Teil einer Ortsdurchfahrt gebaut, für den die Stadt Bochum Baulastträger ist. Planerisch weit fortgeschritten ist auf Bochumer Stadtgebiet außerdem der Abschnitt zwischen der A40 und der Parkstraße, der an den Gelsenkirchener Abschnitt anschließt und der sicherlich auch in nicht allzu ferner Zukunft in den Bau geht.

An anderen Abschnitten (etwa RS 1 im Essener Abschnitt) beschäftigen die Planer rechtliche Fragestellungen. Zum Beispiel muss für den Bau des RS1 ein Gleisanschluss zum ansässigen Werksgelände von Evonik geändert werden, für das zunächst eine Fachplanung erstellt, die dann letztendlich durch das Eisenbahnbundesamt genehmigt werden muss. Oder es kommen städtebauliche Planungen dazu, wie z.B. die Entwicklung des sogenannten „Eltingviertels“ zwischen Gladbecker Straße und Altenessener Straße in Essen, die mit der Planung des RS1 in Einklang zu bringen sind.

Weitere Abschnitte, wie z.B. im Kreis Unna erfordern aufgrund des Eingriffs in Natur und Landschaft die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsstudie, in der der Planungsraum in allen Vegetationsperioden betrachtet werden muss und die eine Grundlage zur Auswahl der Linienführung gibt. Solche großen und zeitaufwändigen Gutachten sind glücklicherweise nicht überall erforderlich. Dort, wo es das Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz jedoch vorschreibt, ist immer auch anschließend ein Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts erforderlich.

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Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet Radschnellweg MR (Essen-Bottrop-Gladbeck)

Für den Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der mögliche Varianten beschrieben werden. Auch hier gilt es, die geplante Streckenführung unter straßenplanerischen Gesichtspunkten „durchzuplanen“ und insbesondere hinsichtlich der Umweltverträglichkeit zu prüfen.

Analog zum RS1 sollen auch hier die planerischen Arbeiten anhand von Planungsvereinbarungen auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Stadt Gladbeck hat bereits signalisiert, die Planung auf ihrem Stadtgebiet in Kürze übernehmen zu können.

Die Planung des RS MR wird federführend durch die Regionalniederlassung Ruhr betreut. Der RS MR verbindet zukünftig die Städte Gladbeck, Bottrop und Essen und schließt an seinem südlichen Ende an den RS1 an.

RS1 Radschnellweg Ruhr

RS1-Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen montiert

Die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard nimmt Formen an: Seit Februar arbeitet der Regionalverband Ruhr (RVR) an der neuen Verbindung zwischen Krupp-Park und der Universität Essen auf der ehemaligen Trasse der Rheinischen Bahn, dem späteren Radschnellweg Ruhr (RS1). Am 19. September wurden drei Brückenteile auf die fertig betonierten Widerlagerwände an beiden Straßenseiten gelegt und zusammenmontiert.

Zwei Schwerlastkräne und weitere Fahrzeuge haben die jeweils 70 Tonnen schweren und fast 82 Meter langen Elemente, die auf einem benachbarten, großen Platz vorbehandelt wurden, über die Kreuzung gehoben. Während der Arbeiten war die Kreuzung für den gesamten Verkehr gesperrt.

Im Spätherbst werden weitere Brückenteile wie Fahrbahn und Geländer montiert. Die geplante Stahlbrücke kann auf mehr als sechs Metern Breite genutzt werden. Sie kommt ohne Mittelstütze aus, damit der vorhandene Mittelstreifen in Zukunft auch als Straßenbahntrasse genutzt werden kann.

Die Brücke ist eine Verbundkonstruktion mit Stahlbetonwiderlagern und Stahlverbundfertigteilen. Die Fahrbahndecke wird asphaltiert. Zudem wird der vier Meter breite Radweg durch einen Trennstreifen von dem zwei Meter breiten Fußweg abgeteilt. Die Brücke erfüllt somit die Qualitätsstandards für Radschnellwege.

Das Bauwerk sorgt dafür, dass Radfahrer und Fußgänger künftig sicher und zügig über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen gelangen. Bislang müssen Radfahrer, die den Radschnellweg Ruhr zwischen Essen und Mülheim an der Ruhr nutzen, die Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn verlassen und den stark frequentierten Berthold-Beitz-Boulevard überqueren. Die Brücke ist ein wichtiger Lückenschluss auf dem RS1.

Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 3,1 Millionen Euro. Das Land NRW übernimmt 80 Prozent der Aufwendungen im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP). Der Regionalverband Ruhr steuert Eigenmittel in Höhe von 600.000 Euro bei. Die Brücke mit allen Zuwegen soll im Frühjahr 2021 für Radfahrer und Fußgänger freigegeben werden.

Quelle: rvr.ruhr
Foto: Foto: RVR/Wiciok

RS1 Radschnellweg Ruhr

Bau einer neuen Brücke für den RS1 in Essen

Sicher und zügig gelangen Radfahrer und Fußgänger künftig über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen: Dafür sorgt eine Brücke als Teil des Radschnellwegs Ruhr (RS 1), mit deren Bau der Regionalverband Ruhr (RVR) im Februar beginnt.

Den ersten Spatenstich setzen am Freitag, 07. Februar, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen. Bislang müssen Radfahrer, die den Radschnellweg Ruhr zwischen Essen und Mülheim an der Ruhr nutzen, die Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn verlassen und den stark frequentierten Berthold-Beitz-Boulevard überqueren. Die Brücke verbindet künftig den Krupp-Park mit der Universität Essen und ist ein wichtiger Lückenschluss auf dem RS 1.

„Das Fahrrad ist als Verkehrsmittel nicht mehr wegzudenken. Wir wollen den Radverkehr in Nordrhein-Westfalen verbessern, um Mobilität besser und sauberer zu machen. Mit der neuen Brücke für Fußgänger und Radfahrer hier in Essen kommen wir beim RS 1 wieder ein Stück voran. Das Land unterstützt das gerne“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel betonte: „Das Projekt in unmittelbarer Nähe zur Universität und dem Stadtzentrum stärkt den Alltagsradverkehr in Essen und dem mittleren Ruhrgebiet. Zudem fügt es sich hervorragend ein in das regional-touristische Konzept der Metropole Ruhr.“

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, ergänzte: „Die Definition des RS1 als Radschnellweg garantiert die hohe Qualität der Strecke. Diesen Standard wird die zukünftige Rad-Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard erfüllen. Sie wird den Radpendler-Verkehr in Essen sicherer, komfortabler und schneller machen. Damit hat der Radschnellweg das Potenzial, die Alltagsmobilität in Essen zu verändern.“

Die geplante Stahlbrücke ist 82 Meter lang und kann auf mehr als sechs Metern Breite genutzt werden. Sie kommt ohne Mittelstütze aus, damit der vorhandene Mittelstreifen in Zukunft auch als Straßenbahntrasse genutzt werden kann.

Die Brücke ist eine Verbundkonstruktion mit Stahlbetonwiderlagern und Stahlverbundfertigteilen. Die Fahrbahndecke wird asphaltiert. Zudem wird der vier Meter breite Radweg durch einen Trennstreifen von dem zwei Meter breiten Fußweg abgeteilt. Die Brücke erfüllt somit die Qualitätsstandards für Radschnellwege.

Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 3,1 Millionen Euro. Das Land NRW übernimmt 80 Prozent der Aufwendungen im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP). Der Regionalverband Ruhr steuert Eigenmittel in Höhe von 600.000 Euro bei. Die Brücke soll Mitte 2021 für Radfahrer und Fußgänger freigegeben werden.

Quelle: rvr.ruhr