Aktuell


RS3 Radschnellweg OWL

Protokoll der Beteiligung zum RS3 online

Das Protokoll zur Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung nach Paragraph 25, Absatz3 Verwaltungsverfahrensgesetz NRW (Abkürzung VwVfG NRW) vom 17. März 2022 (Radschnellweg OWL RS3, Abschnitt 3: Bad Oeynhausen – Porta Westfalica) steht zum Download bereit.

Interessierte, die beispielsweise nicht am Livestream der Öffentlichkeitsbeteiligung am 17. März dabei sein konnten, haben nun die Möglichkeit, die Diskussion nachzulesen. Das Protokoll zur Veranstaltung ist nun online.

RS4 Radschnellweg Euregio

Aktualisierung zur Meldung vom 15.12.2020

In der Meldung vom 15.12.2020 wurde eine Terminschiene für die Fertigstellung der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) zum RS4 beschrieben. Aus unterschiedlichen Gründen, wie z.B. Anpassungen an die aktuelle Gesetzeslage zur UVS, Mängelbeseitigung und der Berücksichtigung weiterer Trassenvarianten konnte dieser Zeitplan leider nicht gehalten werden.

Mehrere Fachgutachten, hier die sogenannte „Artenschutzprüfung (Stufe 1)“ sowie die „FFH-Vorprüfung (Fauna-Flora-Habitat-Vorprüfung)“, die Bestandteile der UVS sind, wurden mittlerweile fertig gestellt.

Die UVS ist inzwischen in der Bearbeitung so weit fortgeschritten, dass sie im April 2022 an die Naturschutzbehörden und -verbände zur Abstimmung verschickt wurde. Beteiligte Stellen sind u.a. Naturschutzbehörden, Denkmalbehörden, Landwirtschaftskammer, Biologische Stationen und anerkannte Naturschutzvereinigungen.

Die dann fertig gestellte UVS ist anschließend in die Unterlagen der Voruntersuchung zu integrieren. Nach einer Abstimmung mit dem Verkehrsministerium des Landes NRW wird ein Linienfindungsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2022 begonnen. In diesem Verfahren wird es eine Beteiligungsmöglichkeit sowohl für Bürgerinnen und Bürger wie auch für Träger öffentlicher Belange angeboten. Dieser Schritt wird durch eine Festlegung auf eine weiter zu planende Linie durch das Verkehrsministerium abgeschlossen.

RS3 Radschnellweg OWL

Erfolgreicher Livestream zum 3. Abschnitt

Premiere für die Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe: Am Donnerstagabend, 17. März, präsentierte ein Team aus der Planungsabteilung mögliche Trassenführungen des Radschnellwegs OWL zwischen Bad Oeynhausen und Porta Westfalica – erstmals pandemiebedingt als Livestream. Über 210 Menschen schalteten ein, es folgte eine rege Beteiligung über den Chat. Weitere Ideen können bis zum 3. April auf der interaktiven Karte unter www.rs3-live.radschnellwege.nrw eingetragen werden.

„Eigentlich war die Veranstaltung ganz anders geplant“, führte Niederlassungsleiter Andreas Meyer in das Beteiligungsformat ein. „Wir hätten Sie gern in Präsenz begrüßt und uns mit Ihnen persönlich ausgetauscht – pandemiebedingt sind wir auf den Livestream ausgewichen.“ Zum Auftakt führten Projektleiter Thomas Lange und Landschaftsarchitektin Sabine Meyer inhaltlich in das Thema ein: Der Radschnellweg OWL führt insgesamt auf einer Strecke von knapp 50 Kilometer von Herford bis nach Minden. Im Fokus dieses Abends stand dabei der 3. Abschnitt von Bad Oeynhausen bis Porta Westfalica bzw. dessen Linienführung. Erste Vorschläge führen die rund 11 Kilometer lange Trasse entweder durch die Weserauen oder an der Bahnstrecke entlang.

Die Linienfindung

Wie sind diese beiden möglichen Varianten entstanden? Sabine Meyer erklärte, dass letztendlich eine Abwägung aus drei Bestandteilen ausschlaggebend für die Linienfindung sei:

  • Die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) – sie betrachtet die Umwelt und sogenannte Schutzgüter wie den Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Landschaft und deren Wechselwirkungen miteinander. Alle Schutzgüter werden im Rahmen dieser Studie bewertet und anschließend auf einer Raumwiderstandskarte sichtbar gemacht. „Darin sind konfliktarme Bereiche zu sehen, die aus Sicht von Natur und Landschaft für den Bau eines Radschnellwegs in Frage kämen“, erklärte Meyer.
     
  • Die Potenzialanalyse – sie ist vergleichbar mit der Verkehrsanalyse bei Straßenplanungen. Erhobene Strukturdaten zeigen, welche Varianten eines Wegs wie genutzt werden.
     
  • Straßenplanerischer Variantenentwurf – für jede Variante werden entsprechende Querschnitte und Führungsformen ausgewählt, ein erster technischer Entwurf erstellt, erforderliche Bauwerke grob geplant und geschätzte Kosten ermittelt.

Zwei Büros erstellen zurzeit die UVS und die Potenzialanalyse, deren Ergebnisse Sabine Meyer im Sommer erwartet. Alle drei Bausteine werden dann zu gleichen Teilen gewichtet, am Ende entsteht dann die Empfehlung  für eine Variante. „Selbstverständlich fließen auch die Ergebnisse und Hinweise aus dieser Beteiligung mit ein“, ergänzte Meyer.

Hinweise der Zuschauer*innen

Die Chat-Funktion wurde während der kurzen Vorstellung zu den bisherigen Planungen des Radschnellwegs von Vielen genutzt. Einige prognostizierten entlang der Varianten durch die Weserauen Probleme mit dem landwirtschaftlichen Verkehr. Planungsleiterin Manuela Rose entgegnete: „Wir können uns theoretisch vorstellen, dass der neben dem Radschnellweg entstehende Gehweg in der Breite eines Wirtschaftswegs gebaut wird und dann von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit genutzt werden kann.“ “Es werde definitiv eine Lösung für die Landwirtschaft geben, dabei gehe es ja auch um potenziell geringeren Flächenverbrauch, der vor allem in diesem Landschaftsschutzgebiet wünschenswert sei.

Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sahen in der zweiten Variante entlang der Bahnstrecke den Kreuzungsverkehr mit Straßen kritisch – das Team versicherte jedoch, solche Kreuzungssituationen in der Planung entsprechend zu entschärfen.

Sabine Meyer ging anschließend noch auf die Frage ein, wie die Weser denn baulich gequert werden könnte: „Zurzeit gibt es dazu noch keine festgelegte Variante, eine Möglichkeit zur Querung der Weser bei Bad Oeynhausen wäre eine separate Brücke für den Radschnellweg parallel zur Bahntrasse zu errichten.  Im Bereich Porta Westfalica könnte für eine Lösung evtl. die vorhandene Portabrücke genutzt werden. Dabei sei aber noch zu prüfen, wie der restliche Verkehr dort geordnet werden kann, um Platz für den Radschnellweg zu schaffen.

Andreas Meyer erläuterte die mögliche Ausstattung des Radschnellwegs. Ausgangspunkt war die Frage, ob die Strecke beleuchtet werden wird. Das sei ein wichtiger Sicherheitsaspekt, allerdings sei nicht ausgeschlossen, dass eine Beleuchtung in Anbetracht der dort lebenden Tiere und damit verbundenen Störung durch das Licht nicht umgesetzt werden kann. „Denkbar ist stattdessen, dass der Weg nur beleuchtet wird, wenn dort Fahrräder unterwegs sind. Das muss aber insgesamt mit den Naturschutzbehörden abgestimmt werden.“ Innerorts werde der Radschnellweg aber definitiv durchgehend beleuchtet. Dazu wird es Servicepunkte mit Reparatur- und Unterstellmöglichkeiten entlang der Strecke geben.

Ausblick

Wenn im Sommer die noch fehlende UVS und Potenzialanalyse vorliegen, wird das Planungsteam voraussichtlich bis Ende des Jahres eine Variante favorisieren und diese zur Zustimmung an das Verkehrsministerium weitergeben. Anschließend folgt die Detailplanung. „Anwohnende und Interessierte haben im Verlauf dieser Entwurfsplanung dann erneut die Möglichkeit, sich zu beteiligen“, erklärte Andreas Meyer. Projektleiter Thomas Lange ergänzte: „Radschnellverbindungen sind Landesstraßen gleichgestellt – das heißt, dass wir dieselben aufwändigen Verfahrensschritte gehen müssen.“

Interaktive Karte bis 3. April freigeschaltet

Wer noch weitere Ideen und Anregungen hat, kann sie auf der interaktiven Karte bis zum 3. April eintragen. Unter www.rs3-live.radschnellwege.nrw werden diese Kommentare gesammelt und ebenso in die weitere Planung einfließen.

Vision

Nordrhein-Westfalen schaut voraus: Ein Netz von Radschnellwegen verbindet – innerstädtisch Ziele, die Stadt mit dem Umland, die Zentren untereinander, Wohnung und Arbeitsstelle miteinander und vieles mehr. Die Vorteile des Radfahrens überzeugen: Es entlastet Umwelt und Straßen, kostet wenig, fördert die Gesundheit und macht auch noch Spaß! Als Pedelec ist das Rad auch für längere Strecken und viele Menschen eine echte Alternative zum Auto.

Darum brauchen wir in Nordrhein-Westfalen ein gut ausgebautes, sicheres Radverkehrsnetz im besten Standard. Das Premiumprodukt für den Radverkehr sind die Radschnellwege – breite, komfortable Verbindungen, auf denen sich die Fahrzeiten in und zwischen den Städten erheblich verkürzen. In NRW radeln wir voraus und bauen sieben große Radschnellwege – auf den ersten Kilometern können Sie schon heute fahren!

Als Netz- und Infrastrukturelement sind Radschnellwege dazu geeignet, den längst fälligen Quantensprung einzuleiten, um das Potenzial des Radverkehrs voll auszuschöpfen. Das Land Nordrhein-Westfalen gewährleistet diese Qualität durch die Festlegung von Standards. Es übernimmt weiter Verantwortung durch die Übernahme der Baulast für Radschnellwege.

Die sieben in der Planung befindlichen Radschnellwege markieren den Beginn einer neuen Ära und weisen den Weg in die Zukunft.

Fachinfo


Der Leitfaden zu Radschnellwegen

Alle grundlegenden Fragen rund um die Planung, den Bau und den Betrieb von Radschnellwegen in Nordrhein-Westfalen beantwortet das Verkehrsministerium NRW in einem einheitlichen Leitfaden.

An dem 150-seitigen Werk haben Radverkehrsexperten aus der NRW-Landes- und Kommunalverwaltung mitgearbeitet. Es enthält mehr als 90 Abbildungen und 20 detailreiche Prinzipskizzen für die Planung von Kreuzungen und Einmündungen. Der Leitfaden wird fortlaufend aktualisiert und bei Bedarf erweitert.

Die Vorgaben beziehen sich auf Radschnellwege, die als sogenannte „Radschnellverbindung des Landes“ geplant und gebaut werden. Radschnellverbindungen des Landes haben eine eigenständige regionale Verbindungsfunktion und sind den Landesstraßen gleichgestellt. Für sie ist die Einhaltung der folgenden und im Leitfaden des Landes Nordrhein-Westfalen ausführlich beschriebenen Standards verpflichtend. Für alle anderen Radschnellwege werden sie empfohlen. Der Download beinhaltet bereits die 2. Ergänzungslieferung aus 11/2020, die nochmals separat zum Austausch bereit steht. Alle Dateien stehen weiter untem im Bereich "Download" zur Verfügung.

Die neue Netzhierarchie

Regionale und kommunale Radschnellwege – beide Netzelemente sind unabdingbar, wenn es um die Zukunftsmobilität geht. Radschnellwege sind ein expliziter Baustein im Aktionsplan der Landesregierung zur Förderung der Nahmobilität. Sie erfüllen in besonderer Weise die Ansprüche an modernen Radverkehr – direkt, schnell, massentauglich, sicher und kompatibel für eine e-mobile Radverkehrsnutzung.

Mit beiden Netztypen werden neue Reichweiten, neue Räume, neue Zielgruppen und damit neue Potenziale erschlossen. Die regionalen Radschnellwege sind nicht nur eine willkommene Zusatzoption für Tourismus-, Freizeit- und Sportradler, sondern auch ein attraktives Angebot für den Berufspendler, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Neue Angebote aus der Industrie und die weiter steigende Nachfrage nach e-mobilen Fahrrädern für die schnelle und kostengünstige individuelle Mobilität auch auf mittleren Entfernungen werden den Umstieg unterstützen und beschleunigen.

Regionale Radschnellwege müssen jedoch – um die „Qualität des Verkehrsablaufs“ nicht nur zwischen, sondern auch in besonderer Form in den Kommunen selbst zu gewähren – eine adäquate Fortführung finden. Kommunale Radwege sind dabei nicht nur aus Gründen der Führungskontinuität wichtig, sondern sie haben darüber hinaus eine eigenständige Funktion als Hauptträger und Rückgrat des kommunalen Radbinnenverkehrs. Diese Aussage bezieht sich im Wesentlichen auf Mittel- und Großstädte: In hoch verdichteten, urbanen Räumen übernehmen sie eine strategisch wichtige Aufgabe mit Blick auf die Führung, Bündelung, Beschleunigung und Attraktivierung von massenhaftem Radverkehr. Maßgebend für die Mindestlänge kommunaler Radschnellwege ist jeweils die lokale Funktion und Netzstruktur.

Von allen Netz- und Infrastrukturelementen bieten Radschnellwege den größten Mehrwert. In der Radverkehrsplanung, aber auch für die Gesamtmobilität. Sie sind multifunktional und gleichermaßen nutzbar für Pendler-, Einkaufs-, Ausbildungs-, Freizeit- und Tourismusverkehre. Sie erweitern sehr wesentlich in Stadt und Umland die Multimobilität, z.B. als Zubringer zum ÖPNV. Weitere Potenziale sind sicher auch – eher im kommunalen Raum – im Lastentransport mit Fahrrädern zu erwarten. Zielführend für die Zukunftsmobilität in Stadt und Region ist sicherlich eine Netzverknüpfung regionaler und kommunaler Radschnellwege. Dies würde die Nutzung aller Voraussicht nach deutlich steigern und einen großen Anreiz zum Umstieg auf das Zweirad setzen – selbst für bislang wenig radaffine Bevölkerungsgruppen.

Die Führung, Dimensionierung, Ausgestaltung, avisierte Bevorrechtigung und insbesondere die städtebaulich verträgliche „Implementation“ von Radschnellwegen in bestehende Straßenräume ist eine neue Herausforderung für die kommunale Verkehrsplanung. Dabei gilt es nicht nur, die spezifischen Planungsparameter und Qualitätskriterien für Radschnellwege zu erfüllen, sondern gleichzeitig einen städtebaulich und verkehrlich verträglichen Ausgleich mit den Raum- und Nutzungsansprüchen anderer Verkehrsträger zu finden. Neue Anforderungen stellen sich ebenfalls an die Ausgestaltung von Knotenpunkten und an die Verkehrsregelung für bevorrechtigte Radverkehre.

Führungsformen für Radschnellwege des Landes Nordrhein-Westfalen

Radschnellwege sind mit Bevorrechtigung auszugestalten. Es sind von daher auch planfreie Querungen, signalgeregelte Knoten und Vorfahrtsregelungen einzuplanen. Es hängt vom jeweiligen Einzelfall ab, wie die Vorfahrt zu regeln ist. Grundsätzlich ist die Querung von Bundesstraßen und stark belasteten Landesstraßen im Verlauf von Radschnellwegen möglichst zu vermeiden. Sollte dies jedoch notwendig sein, ist außerorts eine planfreie Lösung anzustreben. Alternativ kann eine signalgeregelte Lösung gesucht werden.

Querungsstellen für Fußgänger über Radschnellwege sind möglich. Hierzu dienen Lichtsignal geregelte Furten, Fußgängerüberwege und Querungshilfen. Es können zur Geschwindigkeitsreduktion vor diesen Querungsstellen sinusförmige Elemente, wie sie in den Niederlanden und in Polen Verwendung finden, eingebaut werden.
Nach der StVO steht derzeitig keine eindeutige Beschilderung für Radschnellwege zur Verfügung. Diese soll zukünftig noch entwickelt werden. In der Übergangszeit wird empfohlen, die Zeichen 244.1 bzw. 244.2 (Fahrradstraße Beginn bzw. Ende) mit dem Zusatz „Radschnellweg“ zu verwenden, außer beim Einsatz von Radfahrstreifen.

Folgende Führungsformen stehen auf Radschnellwegen zur Verfügung:

  • Zweirichtungsradweg (eigenständig geführt)
    Breite: >= 4,0 m; Markierung: Leitlinie (unterbrochener Schmalstrich), Radfahrbahnbegrenzung (durchgehender Schmalstrich), erhöhte Nachtsichtbarkeit bei Nässe (Typ II); Oberflächenmaterial: i.d.R. Asphalt; Kurvenradien: >= 20m (außerorts), angepasst an die örtlichen Gegebenheiten (innerorts)
     
  • Zweirichtungsradweg (straßenbegleitend)
    Breite: >= 4,0 m (netto); Markierung: Leitlinie (unterbrochener Schmalstrich), Radfahrbahnbegrenzung (durchgehender Schmalstrich), erhöhte Nachtsichtbarkeit bei Nässe (Typ II); Oberflächenmaterial: i.d.R. Asphalt; alternativ Pflaster (ungefast); Trennung zur Kfz-Fahrbahn: baulich; Kurvenradien: angepasst an die örtlichen Gegebenheiten
     
  • Einrichtungsradwege (straßenbegleitend)
    Breite: >= 3,0 m (netto); Markierung: Radfahrbahnbegrenzung (durchgehender Schmalstrich), erhöhte Nachtsichtbarkeit bei Nässe (Typ II); Oberflächenmaterial: i.d.R. Asphalt; alternativ Pflaster (ungefast); Trennung zur Kfz-Fahrbahn: baulich; Kurvenradien: angepasst an die örtlichen Gegebenheiten
     
  • Radfahrstreifen
    Breite: >= 3,0 m (zzgl. Sicherheitstrennstreifen); Markierung: nach ERA; Oberflächenmaterial: Asphalt; Kurvenradien: angepasst an die örtlichen Gegebenheiten
     
  • Fahrradstraße
    Breite: >= 3,0 m (zzgl. Sicherheitsräume zum Parken) im Einrichtungsverkehr, >= 4,0 m (zzgl. Sicherheitsräume zum Parken) im Zweirichtungsverkehr; Oberflächenmaterial: Asphalt; Kurvenradien: angepasst an die örtlichen Gegebenheiten
     
  • Tempo 30-Zone/ -Straße
    In der Regel umzuwandeln in eine Fahrradstraße ansonsten Führung des RSW mit Vorrang an querenden Straßen innerhalb der Zone.

Planungswettbewerb Radschnellwege

Im Jahr 2013 hat das Land Nordrhein-Westfalen einen Planungswettbewerb für Radschnellwege durchgeführt, um dieses damals noch weitgehend unbekannte Netzelement in der kommunalen Radverkehrsplanung zu etablieren.

Das Ziel war es, fünf Konzepte für Radschnellwege in Nordrhein-Westfalen zu finden, deren Planungen durch eine Förderung des Landes als Modellprojekte umgesetzt werden könnten. Die fünf Preisträger sollten nach Möglichkeit aus verschiedenen Landesteilen kommen, um Konzepte aus Räumen mit unterschiedlicher Struktur und Topografie präsentieren zu können. Dabei wurden in erster Linie regionale Radschnellwege gesucht, jedoch mit der Maßgabe einer Fortführung in bzw. durch die Kommune.
Der Wettbewerb wurde offen durchgeführt. Die einzelnen Projekte mussten jedoch zwei Voraussetzungen erfüllen, um erfolgreich am Wettbewerb teilnehmen zu können:

  1. Die im Facharbeitskreis Radschnellwege festgelegten Mindeststandards für Radschnellwege sollten von den geplanten Projekten erfüllt werden.
  2. Es mussten mindestens zwei Kommunen miteinander kooperieren, um den regionalen Bezug sicherzustellen.

Kriterien für den Gewinn

Um als Gewinner des Landeswettbewerbs in Betracht zu kommen, mussten die Bewerbungen mehrere Anforderungen erfüllt werden:

  • Abschätzung der Potenziale im Planungsraum
  • Berücksichtigung alternativer Routenführungen
  • Präsentation beispielhafter Querschnittsentwürfe für die verwendeten Führungselemente und Knotenpunkt-Lösungen
  • Grobe Kostenschätzung
  • Prüfung der Machbarkeit
  • Begründung für das Projekt mit Darstellung der Notwendigkeit des Radschnellweges und der Bedeutung für den Alltagsradverkehr
  • Entwicklung eines Kommunikationskonzepts für die Vermarktung des Radschnellwege, um eine ausreichende Auslastung und die notwendige Akzeptanz bei den Nutzern und politisch Verantwortlichen zu gewährleisten.

Damit wurden also sehr hohe Ansprüche an die Beiträge zum Planungswettbewerb gestellt. Dies war nötig, um die Realisierbarkeit der Projekte nach einem späteren Gewinn des Wettbewerbs gewährleisten zu können. Die Gestaltung des Verfahrens nach dem Grundsatz Qualität vor Quantität schlug sich auch in der Anzahl der Teilnehmer nieder: Insgesamt wurden acht Projektideen zum Wettbewerb zugelassen.

Der Preis

Das MBWSV gewährt für die prämierten Projekte eine Landesförderung in Höhe von 80 Prozent für eine vertiefende Machbarkeitsstudie und die Ausführungsplanung. Nach der Vorprüfung der eingereichten Unterlagen durch ein externes Planungsbüro wurden die Unterlagen den Jury-Mitgliedern zur Vorbereitung ihrer Entscheidung übergeben, die auf einer gemeinsamen Sitzung am getroffen wurde. Die feierliche Bekanntgabe der fünf Gewinner erfolgte am 20. November 2013 im Rahmen eines Festakts in Düsseldorf durch Verkehrsminister Michael Groschek.

Die Gewinner im Überblick:

  • Radschnellweg Euregio
  • Radschnellweg OWL
  • Radschnellweg Landeshauptstadt Düsseldorf
  • Radschnellweg Köln-Frechen
  • Radschnellweg Regio.Velo

Auf dieser Karte erhalten Sie einen genauen Überblick über die geförderten und nicht geförderten Streckenverläufe. Im Folgenden finden Sie Daten und Fakten zu den Wettbewerbsbeiträgen, die Pressemitteilung zur Bekanntgabe der Gewinner sowie einen Ausschnitt aus der ffmobil, Ausgabe 29, zum Thema Radschnellwege.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb und den Gewinnern stehen außerdem unter Downloads, in der Dokumentation des Wettbewerbs, für Sie bereit.

Downloads

Leitfaden Radschnellverbindungen in NRW (mit CD) 14 MB

Der vollständige Leitfaden zu Radschnellverbindungen mit den aktuellen Seiten der 2. Ergänzungslieferung und incl. Anhang 11.1 sowie des aktualisierten CD-Handbuches.

Leitfaden Radschnellverbindungen in NRW (ohne CD) 12 MB

Der vollständige Leitfaden zu Radschnellverbindungen mit den aktuellen Seiten der 2. Ergänzungslieferung und incl. Anhang 11.1, aber ohne CD-Handbuch.

Anhang 11.1 des Leitfadens für Radschnellverbindungen 9 MB

Im Anhang 11.1 sind die DinA3-Skizzen des Leitfadens zusammengestellt. Da auf allen Skizzen mindestens das Logo für Radschnellwege ausgetauscht wurde, sind alle Skizzen hier in neuer Version enthalten. 20 DinA3-Seiten zum Ausdrucken und Austauschen im vorhandenen Ringbuch. Stand: 11/2020.

2. Ergänzungslieferung zum Leitfaden RSV 2 MB

Die Austauschseiten der 2. Lieferung für den Leitfaden für Radschnellverbindungen in NRW. 51 Seiten zum Ausdrucken und Austauschen im vorhandenen Ringbuch. Stand: 11/2020.

1. Ergänzungslieferung zum Leitfaden RSV 2 MB

Aktualisierungsdienst zum Leitfaden Radschnellverbindungen in NRW. 10 Seiten zum ausdrucken und austauschen im vorhandenen Ringbuch.

Infoflyer Radschnellwege 650 KB

Die wichtigsten Infrastrukturelemente und Qualitätskriterien für Radschnellwege auf einen Blick

Radschnellwege in NRW – Dokumentation des Landeswettbewerbs 4 MB

Das Land Nordrhein-Westfalen und die AGFS geben gemeinsam die Dokumentation zum Planungswettbewerb Radschnellwege heraus. Eine umfangreiche Vorstellung der fünf Gewinner-Projekte wird durch Fachtexte zum Thema Radschnellwege ergänzt.

CD-Handbuch für Radschnellwege 2 MB

Aktualisierte Version des Corporate Design-Handbuches zu Radschnellwegen in NRW. Berücksichtigt wurde das neue Verkehrszeichen zu Radschnellwegen, welches nun auch bei den Radschnellwegen in NRW eingesetzt wird. Stand: 11/2020

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Kontakt


Gerne beantworten wie Ihre Fragen zu Radschnellwegen allgemein und zu den einzelnen Radschnellweg-Projekte.

Fragen, Anmerkungen und Exkursionsanfragen richten Sie bitte an  info@radschnellwege.nrw
Journalisten sowie Medienvertreterinnen und -vertreter wenden sich bitte an  presse@radschnellwege.nrw